275-jähriges Jubiläum der Imnauer Fürstenquelle
Grußwort von Bürgermeister Heinrich Götz am 13.9.2008

Sehr geehrte Familie Ketterer,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
sehr geehrter Herr Landrat Pauli, MdL,
sehr geehrte Festgäste

Wasser ist eine klare, geruch- und geschmacklose, farblose Flüssigkeit. So jedenfalls steht es im Lexikon. Der Jurist in mir freut sich natürlich über eine so schöne kurze und prägnante Definition. Leider passt sie heute nicht. Wenn ein Wasser Geburtstag feiert, noch dazu den 275., dann kann es sich nicht um ein Produkt ohne Eigenschaften – geruchlos, farblos, geschmacklos - handeln. Nein, so alt wird man nur mit Charakter. Und genau den hat unsere Imnauer Fürstenquelle, das kann jeder von uns bestätigen – schließlich wächst man in Haigerloch mit der Fürstenquelle auf.
Herzlichen Glückwunsch also zu diesem besonderen Firmenjubiläum, verehrte Familie Ketterer und liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Imnauer Fürstenquellen GmbH!
Sie sind heute zu Recht stolz auf Ihr traditionsreiches Unternehmen! Denn die Entdeckung der Quelle im Jahr 1733 war nur eine Kleinigkeit, verglichen mit den Leistungen, die hier über die Jahre ein hochmodernes, florierendes Unternehmen haben entstehen lassen. Dazu gehören Mut und Weitsicht der Geschäftsführung. Dazu gehören fleißige und motivierte Mitarbeiter, die sich mit ihrer Firma identifizieren. Dazu gehören aber auch Beharrlichkeit und Ausdauer, um hin und wieder einmal eine Durststrecke zu überstehen. Denn die gibt es selbst dort, wo Wasser abgefüllt wird und man im wahrsten Sinne des Wortes direkt an der Quelle sitzt.
An der Quelle zu sitzen, erleichtert das Geschäft natürlich enorm. Erst kürzlich habe ich von einem kleinen Dorf in der Atacama-Wüste in Chile gelesen, dessen Bewohner ihr Wasser aus der Luft gewinnen.  Dazu wird der Nebel, der sich über dem Pazifik bildet und jeden Vormittag über die Region zieht, mit Netzen gefangen. Er kondensiert an den Maschen, fließt Tropfen für Tropfen in eine Rinne und schließlich in ein Auffangbecken. Mit 72 Netzen werden so täglich 12.000 Liter Trinkwasser gesammelt.
Da haben Sie, verehrte Mitarbeiter der Imnauer Fürstenquellen, es doch ein wenig leichter - einerseits. Andererseits stehen Sie allein in Baden-Württemberg im Wettbewerb mit über 40 anderen Mineralbrunnen – von der deutschlandweiten und internationalen Konkurrenz ganz zu schweigen. Den Erfolg müssen also auch Sie sich hart erarbeiten. Dafür verdienen Sie heute unsere Dankbarkeit und unseren Respekt.  
Dankbar bin ich als Bürgermeister ganz besonders Herrn Wolfgang Ketterer, der das Unternehmen seit über 30 Jahren souverän und mit großem gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein führt. Ihnen, verehrter Herr Ketterer, verdanken wir es, dass die Marke „Fürstenquelle“ bei uns in Haigerloch nicht nur für ein köstliches Mineralwasser steht, sondern auch für sichere Arbeitsplätze, für umweltbewusstes Handeln und für soziales Engagement, etwa in Form großzügiger Spenden. Ausdrücklich hervorheben möchte ich auch die gute Zusammenarbeit im Gemeinderat, wo Sie seit mehr als drei Jahrzehnten ehrenamtlich Ihre wirtschaftliche Kompetenz und Ihre Erfahrung zum Wohle unserer Stadt einbringen. Ihr rekordverdächtiges Ergebnis von 3.690 Stimmen bei der Wahl 2004 – die höchste Stimmenzahl aller Gemeinderatskandidaten – zeigt die hohe Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger.
Umgekehrt sehe ich Ihre hohen Investitionen in modernste Abfüllanlagen und in neue Verwaltungs- und Produktionsgebäude auch als Vertrauensbeweis in den Unternehmensstandort Haigerloch. Wenn ich Ihnen, Herr Ketterer, und Ihren Mitarbeitern heute von Herzen wünsche, dass sich diese Investitionen dauerhaft rechnen, dann tue ich das natürlich nicht ohne Hintergedanken.
-Über die Gewerbesteuer sitzen wir – die Stadt und Ihr Unternehmen – in einem Boot. Wir brauchen erfolgreiche Unternehmen, um unsere Schulen, Kindergärten, Straßen und unser Kulturangebot finanzieren zu können.
-Vor allem aber sind es mittelständische Firmen wie die Imnauer Fürstenquellen, die den Menschen in und um Haigerloch Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und damit Zukunftsperspektiven bieten. 
Deshalb meine Bitte, ganz besonders auch an den Juniorchef, Herrn Jochen Ketterer: Bewahren Sie sich, was die Fürstenquelle so erfolgreich gemacht hat – die bodenständige Mischung aus hohem Qualitätsanspruch und unternehmerischem Verantwortungsbewusstsein! Die Gemeinde Haigerloch will Ihnen dabei auch künftig ein verlässlicher Partner sein! 
Ich jedenfalls wünsche Ihnen weiterhin ein glückliches Händchen bei der Führung der Geschäfte, engagierte und loyale Mitarbeiter und nicht zuletzt auch Konsumenten, die ein gesundes und wohlschmeckendes Mineralwasser zu schätzen wissen. Alles Gute für die Zukunft!