Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

trotzdem derzeit in vielen Bereichen Stillstand herrscht oder
es nur mit reduzierter Geschwindigkeit voran geht, steht die
Zeit nicht still. Wir starten in den Mai, der – wenn man dem Kinderlied von Hermann Adam von Kamp Glauben schenken darf – alles neu macht. Neu ist bereits die Maskenpflicht,
die seit Anfang dieser Woche in Baden-Württemberg gilt.  Nicht minder aktuell immer noch das Corona-Virus, das Nachrichten wie auch Gespräche in unserem Land, ja weltweit, seit Wochen dominiert.

Die Zahl der Experten, die sich – gefragt wie ungefragt – zu diesem Virus äußern, nimmt stetig zu.
Die Botschaften reichen dabei von maximaler Dramatik bis hin zu banaler Verharmlosung oder münden gar in regelrechten Verschwörungstheorien. Für uns, die wir Laien in Sachen Virologie sind, ist es kaum möglich zu unterscheiden, welche der zahlreichen Expertisen denn nun tatsächlich die richtige ist.
Was ist derzeit überhaupt richtig, was falsch?

Diese Fragen stellen sich auch diejenigen, die über  entsprechende Maßnahmen und das weitere Vorgehen
entscheiden müssen. Die Basis für all diese Entscheidungen bilden insbesondere die stets wachsenden Erkenntnisse der Wissenschaftler, die das Virus, seine Verbreitungswege
und nicht zuletzt seine Auswirkungen auf unsere Gesundheit
untersuchen. Es ist, dessen bin ich mir sicher, alles andere als einfach, hier zweifelsfrei die richtigen Entscheidungen
zu treffen.

Bislang scheint das, trotz noch vieler unbekannter Faktoren, recht gut gelungen zu sein. Die Infektionszahlen sind rückläufig und vor allem im Vergleich zu vielen anderen
Ländern zeigt sich, dass wir einen zwar unbequemen, aber letztlich doch richtigen Weg eingeschlagen haben. Ein Erfolg, der all den Menschen zu verdanken ist, die sich bislang an die neuen Regeln im Umgang miteinander gehalten haben.

Die nächste Etappe unseres Weges werden wir nun gemeinsam mit Mund-Nasen-Schutz weiter gehen. Sehr wahrscheinlich kommen wir uns zunächst recht „komisch” vor, wenn wir unser Gesicht verhüllen, doch die Vernunft wird uns sicher rasch darüber hinweghelfen.
Eine Sache werden wir allerdings arg vermissen: die Mimik der Menschen. Aber wenn wir in der nächsten Zeit schon niemanden sichtbar anlächeln können, dann sollten wir unser Lächeln vielleicht ja durch das ein oder andere nette Wort ersetzen. Denn das kann, obwohl wir weiterhin auf Distanz bleiben, doch  irgendwie eine wohltuende Nähe zueinander schaffen.

Im Rathaus arbeiten wir weiterhin und sind selbstverständlich für Sie da, wenn Sie uns brauchen. Ab dem kommenden Montag (4. Mai 2020) sind zudem auch unsere Ortschaftsverwaltungen wieder geöffnet.
Wir bitten Sie dennoch, alle Ihre Anliegen soweit irgend möglich telefonisch oder per E-Mail an uns heran zu tragen und ein persönliches Erscheinen bis auf Weiteres zu vermeiden. Ist ein Besuch wirklich unvermeidlich, vereinbaren Sie bitte zuvor immer telefonisch einen Termin, tragen Sie zu diesem Ihren Mund-Nasenschutz und beachten Sie die aktuell gültigen Hygienevorschriften.

Halten Sie sich bedeckt und halten Sie durch!

Ihr Bürgermeister
Unterschrift BM Götz
Dr. Heinrich Götz