Aus der Gemeinderatssitzung am 26. Juni 2018

1. Bürgerfragestunde
Ein Bürger äußerte in der Sitzung, dass er Miteigentümer eines Grundstücks im Gewerbegebiet „Madertal Süd“ und zum Verkauf an die Stadt bereit sei. Er wolle jedoch im Gegenzug auf seinem eigenen Grundstück Baurecht. Die Stadt müsse hierfür lediglich einen Bebauungsplan aufstellen.
Bürgermeister Dr. Götz antwortete, dass für neue Baugebiete der Gemeinderat das Aufkaufmodell beschlossen habe und man gerne auf Ihn zukomme, da man bereits früher dort gerne im Gebiet „Hüttenäcker“ einen Bebauungsplan aufgestellt hätte.

2. Bekanntgaben von in nichtöffentlicher Sitzung gefasster Beschlüsse
Bürgermeister Dr. Götz gab folgende in nichtöffentlicher Gemeinderatsitzung am 15. Mai 2018 gefassten Beschlüsse bekannt:
  • Besetzung der erforderlichen Stellen für das neue Ganztagsangebot im Kindergarten Haigerloch
  • Umwandlung von zwei befristeten Arbeitsverhältnissen in unbefristete Arbeitsverhältnisse
  • Ermächtigung zum Abschluss einer Vereinbarung mit der kath. Kirchengemeinde St. Jakobus zur Überlassung der Kindergartenräume im Bürgerzentrum Bad Imnau
  • Erwerb einer Waldfläche im Gewann „Bräunestall“, Owingen zu den üblichen Preis- und Vertragsbedingungen
  • Erwerb einer Wald- und Ackerfläche auf Markung Bittelbronn zu den üblichen Preis- und Vertragsbedingungen
  • Erwerb eines Grundstücks in der Heisenbergstraße, Haigerloch zu den üblichen Preis- und Vertragsbedingungen
  • Verkauf bzw. Tausch von landwirtschaftlichen Flächen im Gewann „Hundsbühl“, Hart
Bürgermeister Dr. Götz gab außerdem folgende in nichtöffentlicher Gemeinderatsitzung am 04. Juni 2018 gefassten Beschlüsse bekannt:
  • Ausschreibung der Stelle eines/r Tiefbautechnikers/in
  • Abschluss einer Vertragsverlängerung zum Pachtvertrag der Deponie Grund mit der ARGE Deponie Haigerloch „Grund“
3. Sporthallenböden in schlechtem Zustand
Die Prüfung der Sporthallenböden hat ergeben, dass diese nicht mehr der DIN-Norm entsprechen. Hierüber wurde der Gemeinderat informiert. Besonders der Boden der Witthauhalle sei dabei auffällig gewesen. Die DIN 18032 stellt die Standards für einen Boden in einer Sporthalle auf. Die Sporthallenböden sind über die Jahre viel zu hart geworden. Eine erste Kostenschätzung beläuft sich für den Austausch des Sportbodens in der Witthauhalle auf 160.000 Euro. Auf Frage aus dem Gemeinderat wurde ein Haftungsanspruch gegenüber den damaligen Verlegern des Bodens ausgeschlossen. Über die vielen Jahre hinweg hätten sich die DIN-Normen auch verändert. Das Thema wird nun für die nächste Sitzung umfassend mit Finanzierung und Priorisierung aufbereitet, so dass hier zügig Maßnahmen ergriffen werden können.

4. Planung für Endausbau im Gebiet „Madertal Süd“ wird erstellt
Der Gemeinderat beauftragte das Planungsbüro Gauss Ingenieurtechnik aus Rottenburg zur Planung des Ausbaus der Erschließungsstraßen im Gewerbegebiet „Madertal Süd“ und in der Raiffeisenstraße sowie für die Verlegung der Breitbandleerrohre im dortigen Bereich. Es handelt sich um den Endausbau der Heisenbergsstraße und die Erschließung eines Teilbereichs der Heisenbergstraße im Gewerbegebiet „Madertal Süd“. Ebenso ist der Endausbau der Raiffeisenstraße für das Jahr 2018 eingeplant. Das Büro wird nun die Ausführungsplanung und Kostenschätzung zur Beratung im Gemeinderat erstellen.

5. Stadtrat Haslinger neu im Haigerlocher Ausschuss
Aufgrund des Wegzugs von Stadtrat Fecht aus der Kernstadt hat dieser um Entlassung aus dem „Haigerlocher Ausschuss“ gebeten. Zwischenzeitlich ist Stadtrat Haslinger von Gruol in die Kernstadt umgezogen und es bot sich an, diesen in den beschließenden Ausschuss aufzunehmen. Dem stimmte der Gemeinderat zu. Der beschließende Ausschuss besteht somit aus Bürgermeister Dr. Götz als Vorsitzendem sowie Stadtrat Ashcroft, Stadtrat Fischer, Stadtrat Haslinger, Stadträtin Koschani-Bongers und Stadträtin Reiband. 

6. Unechte Teilortswahl bleibt
In Vorbereitung auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr, voraussichtlich am 26. Mai 2019, wurde im Gemeinderat über das Schicksal der unechten Teilortswahl diskutiert. In der Diskussion wurde deutlich, dass das Verfahren mehrheitlich wie bisher fortgeführt werden soll. So soll das Gremium auch weiterhin aus 26 Mitgliedern zuzüglich Ausgleichsmandaten und der in der Hauptsatzung festgelegten Sitzzahl je Ortsteil bestehen.

Die unechte Teilortswahl wurde mit der Zusammenlegung der bis dahin eigenständigen Ortsteile Anfang der 70er Jahre eingeführt. Hintergrund war, für die räumlich getrennten Teilorte durch eine bestimmte Anzahl von Gemeinderäten die direkte Vertretung sicher zu stellen, die so unmittelbar an der Entscheidung beteiligt sind.

Nicht zu verwechseln ist die unechte Teilortswahl mit der Ortschaftsverfassung. Eine Ortschaftsverfassung ermöglicht es, in den Teilorten Ortschaftsverwaltungen und Ortsvorsteher einzurichten. Die unechte Teilortswahl und die Ortschaftsverfassung sind voneinander unabhängige Themen. Gab es 1975 noch 717 Gemeinden in Baden-Württemberg mit unechter Teilortswahl, so waren es bei der letzten Kommunalwahl 2014 nur noch 438.

Der Bürgermeister hatte zuletzt in seiner Haushaltsrede am 30.01.2018 an den Gemeinderat appelliert, über eine Abschaffung der unechten Teilortswahl zu diskutieren. Er sieht in einer daraus resultierenden schlankeren politischen Bürgervertretung nicht nur den Vorteil des schnelleren Handels, sondern auch eine nachhaltige Entlastung des Haushalts, da dadurch das Ortsteildenken entfällt und das gesamtstädtische Denken im Vordergrund steht.

Auch würde eine Abschaffung der unechten Teilortswahl zur Vereinfachung des Wahlsystems führen. In seiner jetzigen Form ist es sehr fehleranfällig. Außerdem würden die Ausgleichssitze entfallen, wodurch das Gremium mehr Mitglieder hat, als in der Hauptsatzung festgeschrieben.

Bei Fortbestand der unechten Teilortswahl wurde die Reduzierung der Anzahl der Sitze zur Diskussion gestellt. Die Gemeindeordnung räumt hier einen Spielraum ein. Bei einer Größe wie der von Haigerloch sind 22 Stadträte vorgesehen, man kann jedoch per Hauptsatzung auch eine Zahl zwischen 18 und 26 festlegen. Hierbei müssen die örtlichen Verhältnisse und der Bevölkerungsanteil berücksichtigt werden. Seit der Gemeinderatswahl 1999 ist die Zahl der Gemeinderatssitze auf 26 festgesetzt. Das Gremium besteht aufgrund von Ausgleichsmandaten jedoch derzeit aus 29 Mitgliedern. Eine dem Einwohnerproporz am ehesten entsprechende Sitzverteilung würde sich mit 18 Sitzen ergeben. Dann müsste außer der Kernstadt aber jeder Stadtteil auf einen Sitz verzichten.

Dem Allen wurde seitens des Gemeinderates nicht näher getreten. Die bisherigen Modalitäten bleiben unverändert bestehen.

7. Ortschaftsrat für Haigerloch in der Diskussion
Aus den Reihen des Haigerlocher Ausschusses wurde mit Blick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen 2019 der Antrag gestellt, einen Ortschaftsrat für den Stadtteil Haigerloch einzurichten. Als Grund dafür wurde die geringe Mitgliederzahl der derzeitigen Kernstadtvertretung, des „Haigerlocher Ausschusses“ mit fünf Mitgliedern und der regelmäßigen Abwesenheit einzelner Mitglieder genannt. So wird keine ausreichende Vertretung der Haigerlocher Kernstadtbevölkerung gesehen.

Nach der Gemeindeordnung wäre es grundsätzlich möglich einen Ortschaftsrat in Verbindung mit einem Ortsvorsteher einzuführen. In Anlehnung an die bereits bestehenden Ortschaftsräte könnte eine Anzahl von elf Mitgliedern für den neuen Haigerlocher Ortschaftsrat festgelegt werden. Der Ortsvorsteher wäre aus der Mitte des Ortschaftsrats zu wählen. Die Zusatzkosten für einen solchen Ortschaftsrat werden von der Verwaltung auf ca. 30.000 Euro jährlich geschätzt. Verursacht werden diese durch Sitzungsgelder, die Vergütung des Ortsvorstehers und das Ortsvorsteherbüro.

Als Alternative zu einem Ortschaftsrat wurde auch ein Bürgerausschuss als Interessenvertretung vorgeschlagen.

Im Gemeinderat war man sich mehrheitlich einig, dass die Fortführung des Haigerlocher Ausschusses in dieser Form und Beteiligung der Mitglieder eher wenig Sinn macht. Uneinig war man sich jedoch darüber, wie die Lösung dafür aussehen kann. Während viele durchaus die Bildung eines Ortschaftsrats mittragen könnten, wurde die damit einhergehende Einrichtung eines Ortsvorstehers kritisch gesehen. Die Aufgabenabgrenzung zwischen dem Ortsvorsteher und dem Bürgermeister warf viele Fragen auf.
Der Bürgerausschuss wurde von mehreren Stadträten als Alternative gesehen. Die Erwartung, ein Ortsvorsteher könne die Verwaltung entlasten, wurde gleich von zwei Ortsvorstehern aufgrund beispielsweise der fehlenden Zuständigkeiten entkräftet. Das Thema wird nun in der kommenden Sitzung erneut beraten.

8. Neues Feuerwehrfahrzeug für Hart
Der Gemeinderat stimmte der Ausschreibung des TSF-W für die Feuerwehrabteilung Hart zu. Es wird voraussichtlich mit 52.000 Euro bezuschusst und könnte bis Ende 2019 geliefert werden. Das derzeitige Feuerwehrfahrzeug der Abteilung Hart ist aus den 1980er Jahren. Das neue Fahrzeug soll in der neuen Feuerwehrgarage untergebracht werden.

Mehr Diskussion verursachte hingegen die geplante Ausschreibung eines Einsatzleitfahrzeugs (ELW) für die Feuerwehr Haigerloch. Entgegen den neuen Förderbestimmungen wurde ein Zuschuss vom Kreisbrandmeister aufgrund fehlender Mittel grundsätzlich ausgeschlossen. Die Kosten für einen ELW würden sich auf rund 120.000 Euro belaufen. Aus dem Gremium wurde entgegen dem vorhandenen Feuerwehrbedarfsplan die Notwendigkeit angezweifelt bzw. die Umrüstung eines günstigeren MTWs vorgeschlagen. Ein ELW ist ein Führungsfahrzeug für die Feuerwehr Haigerloch mit entsprechenden Arbeitsplätzen und modernen Kommunikationsgeräten.
Informationen über die Umrüstung eines MTWs sollen nun zur nächsten Sitzung vorbereitet und dann ein Beschluss gefasst werden.

9. Preisanpassungen für Bauland beschlossen
Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung die Erhöhung der Aufkaufpreise für Rohbauland, der Verkaufspreise für Wohnbauland und Gewerbefläche sowie die Vergabekriterien zum Verkauf von Wohnbauplätzen.
Die Aufkaufpreise für Rohbauland werden künftig statt 13 €/qm nun 18 €/m² betragen. Damit sollen Erwerbsverhandlungen mit Grundstückseigentümern, auch im Hinblick auf die Ankaufpreise in den benachbarten Kommunen, erleichtert werden. Die neuen Kaufpreise gelten ab 01.07.2018. Gleichzeitig wird es bei derzeit noch offenen Baugebieten Nachzahlungen geben.

Die Bauplatzverkaufspreise der Stadt Haigerloch werden in diesem Zuge ebenfalls wie folgt erhöht:
Haigerloch: bisher 115,00 €/qm neu 165 €/qm
Bittelbronn, Gruol, Owingen, Stetten,
Trillfingen, Weildorf: bisher 100,00 €/qm neu 130 €/qm
Hart, Bad Imnau: bisher 95,00 €/qm neu 120 €/qm

Die Baulücken im Altort (ohne Bebauungsplan und ohne neue Erschließungsanlage) werden zu den bisherigen Grundstückspreisen verkauft. Die neuen Bauplatzpreise gelten ab 01.06.2018. In Fällen bestehender Reservierungen für Wohnbauplätze gelten die alten Verkaufspreise weiter, sofern vom Interessent bis 31.07.2018 eine Willenserklärung zum Erwerb des Bauplatzes bei der Stadtverwaltung eingeht.

Auch die Bauplatzpreise in den Gewerbegebieten wurden von 40 €/m² auf 47 €/m² angepasst. Mit Erhöhung der Rohbaulandpreise sowie gestiegener Erschließungskosten ist die Anpassung der Verkaufspreise für Gewerbebauflächen erforderlich.

Aufgrund der Vielzahl der derzeit bei der Stadtverwaltung eingehenden Anfragen von Bauwilligen für Wohnbauplätze wurden Vergabekriterien beschlossen. So werden Bewerber für Neubaugebiete künftig nach folgender Reihenfolge berücksichtigt:
1. Bewerber, die in der Gemeinde wohnhaft sind (mind. 2 Jahre) oder Bewerber, die früher in der Gemeinde wohnhaft waren (mind. 5 Jahre)
2. Bewerber, die den Arbeitsplatz in der Gemeinde haben (mind. 3 Jahre)
3. auswärtige Bewerber
4. bei gleichem Rang entscheidet das Los
5. Sobald nur noch 50 % der freien Bauplätze je Baugebiet verfügbar sind, werden nur noch Bewerber nach Kriterium 1 und 2 berücksichtigt. Bewerber, die bereits Eigentümer eines unbebauten Bauplatzes auf dem Gebiet der Stadt Haigerloch sind, bleiben unberücksichtigt.
 
10. Ersatzfahrzeug für den Bauhof
Der Gemeinderat beschloss die Anschaffung eines Reform Kommunaltransporters als Ersatz für das Bauhoffahrzeug Lindner. Dies wurde in Anbetracht der Reparaturen und bevorstehender Instandsetzungen notwendig. Das Reform Vorführfahrzeug mit ca. 30 Betriebsstunden kann zum Angebotspreis vom 155.066,52 Euro gekauft werden. Mit dem kompakten Allrad-Fahrzeug können auch Arbeiten in beengten Verhältnisse wie z.B. auf dem Friedhof oder auf Spielplätzen ausgeführt werden. Die vorhandenen Anbaugeräte können fast alle weiter verwendet werden. Die Winterdienstausrüstung muss jedoch, da abgenutzt, ersetzt werden. Der Lindner soll verkauft werden.

11. Trinkwasserleitung für den Kindergarten Stetten wird neu verlegt
Der Hausanschluss zur öffentlichen Trinkwasserversorgung des städtischen Kindergartens in Stetten lag in der Bildgasse. In Folge des Neubaus des KBF-Kindergartens und einem Rohrbruch wurden die beiden Hausanschlüsse zum öffentlichen Trinkwassernetz neu konzipiert. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt die Anbindung der beiden Hausanschlüsse für den städtischen Kindergarten und den KBF-Kindergarten nun am Anschlussschacht Mühlhalden. Die erforderlichen Tiefbauarbeiten sowie die Verlegung der Wasserleitung und der Breitbandleerrohre wird die Firma Wassertechnik Raible aus Balingen vornehmen. Die Angebotssumme beläuft sich auf 56.659,10 Euro brutto.

12. Bürgerzentrum Bad Imnau erhält Möblierung
Für die Räume der Ortschaftsverwaltung sowie den Mehrzweckräumen im neuen Bürgerzentrum in Bad Imnau wurden die erforderlichen Möbel, wie Stühle und Tische ausgeschrieben. Zuvor gab es eine Bemusterung vom Ortschaftsrat Bad Imnau. Der Gemeinderat vergab mehrheitlich den Auftrag an die Fa. InterPublicSeating aus Mössingen zum Angebotspreis von 19.998 Euro. Im Gemeinderat wurde ausführlich über eine Beteiligung der örtlichen Vereine für die Möblierung der Mehrzweckräume gesprochen, wie dies vor einigen Jahren bereits in anderen Ortsteilen gehandhabt wurde. Letztlich zeigten jedoch die Erfahrungen, dass es hierbei aufgrund unklarer Eigentumsverhältnisse immer wieder zu Schwierigkeiten kommt und die Vereine zur Finanzierung auf Einnahmen aus Veranstaltungen angewiesen sind, die nicht immer im Sinne der Stadt und gegen die Nutzungsordnung sind. Die Nutzung der Möbel der Halle in Bad Imnau wurde ebenfalls angesprochen, war aber aufgrund des dann ständigen Transports zwischen den beiden Gebäuden keine Alternative.

13. Belege werden künftig digital archiviert
Die zahlreichen Belege der Stadtkämmerei werden künftig digital mit Hilfe des Systems Questys der Firma Gelas archiviert. Davon ebenfalls betroffen sind die Steuerakten und der Eigenbetrieb Wasserversorgung. So werden in Zukunft sämtliche Rechnungsbelege eingescannt und über einen Barcode dem Buchungsbeleg zugeordnet. Bisher werden alle Belege in Papierform im Rathaus aufbewahrt. Die Kosten für die Ersteinrichtung belaufen sich auf rund 27.500 Euro. In der Folge entstehen Wartungskosten von jährlich rund 3.000 Euro. Für die digitale Umstellung ist aufgrund der derzeitigen Umstellung auf das Neue kommunale Haushaltsrecht nun ein günstiger Zeitpunkt.

14. Bericht über laufende Planungen und Maßnahmen
Ganztagesbetreuung im Kindergarten Haigerloch - Festsetzung einer Essenspauschale
Für das verpflichtende Mittagessen im Rahmen der Ganztagsbetreuung im Kindergarten Haigerloch wurde der Menüpreis auf 3 Euro je Essen bzw. pauschal 60 Euro monatlich festgesetzt. Das Essen wird von der Firma Apetito geliefert. Besonderes Augenmerk wurde dabei darauf gerichtet, dass es sich um ein kleinkindgerechtes Essen handelt. Bereits jetzt liegen für das Ganztagsangebot, das ab September im Kindergarten Haigerloch startet, zwei Anmeldungen für die Krippe und zehn Anmeldungen für Kinder ab drei Jahren vor.

Friedhofsmauer Haigerloch
Der Gemeinderat ermächtigte die Verwaltung zur Beauftragung eines Ingenieurs, der die Planung zur Instandsetzung der Friedhofsmauer in Haigerloch erstellt. Da die Mauer denkmalgeschützt ist, muss eine fundierte Planung mit dem Denkmalamt abgestimmt werden. Teil von dieser Planung sind eine Tragwerksplanung und ein Gutachten.

Parkproblematik Ölmühle – Einrichtung eines Gemeindevollzugsdiensts
In Haigerloch kommt es an der Ölmühle immer wieder zu einem Verkehrschaos aufgrund von gesetzeswidrigem Parken. Auch an anderer Stelle gibt es immer wieder Probleme. Die Stadt kann nicht im erforderlichen Ausmaß kontrollieren und die Polizei ist in der Regel nicht zuständig. Für entsprechende Kontrollen und Konsequenzen würde die Stadt einen Gemeindevollzugsdienst benötigen. Bürgermeister Dr. Götz bat den Gemeinderat, sich hierüber Gedanken zu machen. Der Vorschlag aus dem Gremium stehende Verkehrs- bzw. Parkhindernisse aufzustellen, wiederspricht der Mindestbreite für Fußgänger.

Jugendräume Gruol und Owingen
Bürgermeister Dr. Götz informierte, dass ein örtlicher Bauingenieur derzeit die Bebaubarkeit eines freien Grundstücks neben dem Rathaus in Owingen für einen Jugendraum prüfe. Sobald es hierzu Ergebnisse gebe, wird im Gemeinderat das weitere Vorgehen beraten. In Gruol sei die Molke eine mögliche Alternative für einen Jugendraum, wobei man derzeit den baulichen Zustand nicht abschließend feststellen kann, da sie vollgestellt ist.

Kindergarten Haigerloch - Herstellung eines Zauns
Der Gemeinderat beschloss die Herstellung eines ca. 50 Meter langen Zauns für den neuen U3-Gartenbereich an die Firma Michael Murphy, Garten und Landschaftsbau aus Rottenburg zum Angebotspreis von 8.691,71 Euro zu vergeben. Der Gartenbereich ist im Zuge der Erweiterung des Kindergartenangebots erforderlich.

Landessanierungsprogramm
Der Stadtkämmerer informierte, dass ein Bescheid des Regierungspräsidiums zur Maßnahme im Landessanierungsprogramm „Schlossbrauerei-Areal“ eingegangen sei. Der Umsetzungszeitraum sei bis zum 30.04.2020 verlängert worden.

Zuschuss aus dem Ausgleichsstock
Der Stadtkämmerer berichtete außerdem, dass man eine Vorabmitteilung zur Bewilligung von Zuschüssen aus dem Ausgleichsstock erhalten habe. Demnach bekomme Haigerloch einen Zuschuss von 150.000 Euro. Die Mittel in Höhe von 750.000 Euro seien für die Freibadsanierung mit Verweis auf den Verzicht der Antragstellung im vergangenen Jahr beantragt worden. Es habe aktuell ein klärendes Gespräch mit dem Regierungspräsidium stattgefunden, wonach neue Bewilligungskriterien angewendet worden seien. Mit den Mitteln werden ab diesem Jahr und künftig vorrangig Pflichtaufgaben, wie Kindergarten oder Schule gefördert. Aus dem Gremium kam folglich der Vorschlag auf die Wellenrutsche zu verzichten, um Kosten zu sparen. Bürgermeister Dr. Götz hielt eine reine Sanierung im Bestand jedoch für nicht zeitgemäß. Andernfalls könnte sich der Gemeinderat auch gleich Gedanken über eine Schließung des Freibads machen. 

15. Anregungen und Anfragen
Waldkindergarten Hart
Auf Nachfrage eines Gemeinderats informierte Bürgermeister Dr. Götz, dass unter anderem mit dem Gemeinderat eine Besichtigung der Räumlichkeiten des Waldkindergartens in der Halle Hart stattgefunden habe, man aber am Status Quo auf die Schnelle nichts ändern könne. Man müsse aufgrund des anstehenden Umbaus der Halle einen neuen Zugang schaffen. Zur künftigen Ausgestaltung des Waldkindergartenangebots mache man sich weiter Gedanken. Von einer Auflösung des Waldkindergartens rate er dringend ab. Das Angebot wird sehr gut angenommen und immer mehr Kommunen eröffnen jetzt auch einen Waldkindergarten.

Homepage der Stadt Haigerloch
Ein Stadtrat regte aufgrund von Bürgeranfragen an, die städtische Homepage barrierefrei zu gestalten. Bürgermeister Dr. Götz unterstützte dies. Das Thema werde in Kürze aufgegriffen werden.

Fenstersturz Gruol
Ein Stadtrat stellte fest, dass es unmöglich sei, wie mit Bürgermeister Dr. Götz und dem Ortsvorsteher im Zusammenhang mit dem Fenstersturz in Gruol in der Silvesternacht umgegangen werde. Die Räume seien für einen Jugendtreff und nicht für einen Kindergarten zur Verfügung gestellt worden. Allein der Gestürzte sei für den Sturz verantwortlich. Er forderte Solidarität von Gemeinderat und Ortschaftsrat gegenüber Bürgermeister und Ortsvorsteher.

Bürgerzentrum Bad Imnau
Der Ortsvorsteher informierte, dass die Einweihung des neuen Bürgerzentrums in Bad Imnau am 01. und 02.09. stattfinden soll. Für einen Stehempfang bewilligte der Gemeinderat 775 Euro. Die Organisation erfolgt durch den Ortschaftsrat und Vereine.

Einladung zu Veranstaltungen
Bürgermeister Dr. Götz lud zum Vortrag „Christian Großbayer - ein hohenz. Baumeister des Spätbarock“ am 28.06.2018 und zum öffentlichen Waldbegang am 05.07.2018 um 18.00 Uhr in Weildorf ein.