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Deutsches Museum erhält Geheimberichte über deutsches
Atomprogramm im Dritten Reich
Donnerstag, der 17. Dezember 1998:
Die Geheimberichte deutscher Forscher zum Atomprogramm während
der NS-Herrschaft sind künftig im Deutschen
Museum in München archiviert.
Die bislang vom Forschungszentrum Karlsruhe verwalteten Originaldokumenteenthalten
Berichte verschiedener Institute, darunter Schriften der bekanntenAtomforscher
Werner Heisenberg und Otto Hahn. Ferner liegen Fotos, Notizbüchermit
Laboraufzeichnungen sowie umfangreiche Briefwechsel der Wissenschaftler
mit dem Reichsforschungsrat vor, teilte das Deutschen
Museum mit.
Nachdem deutsche Wissenschaftler 1938 die Kernspaltung entdeckt
hatten, wurde intensiv nach Verwendungsmöglichkeiten der neuen
Technologie gesucht. In Deutschland konzentrierten sich die Wissenschaftlerdabei
vor allem auf die Verwirklichung einer durch Kernspaltung sich selbständig
erhaltenden Kettenreaktion, berichtete die Museumsleitung. Die in
den Forschungsberichten dokumentierten Experimente dazu konnten
jedoch nicht mehrabgeschlossen werden, weil US-Streitkräfte
in den letzten Kriegstagen 1945 dieDokumente konfiszierten. Erst
in den 70er Jahren wurden sie nach Deutschlandzurückgebracht.
Nun stehen die nur teilweise ausgewerteten Dokumente im Archiv des
Deutschen Museums für historische Forschung zur Verfügung.
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