Stadtentwicklung Brauerei-Areal

Der Rückbau des Brauerei-Areals hat begonnen

Seit Anfang April läuft der Rückbau des Brauerei-Areals.
Auf dieser webseite finden Sie laufend Bilder, die den Verlauf dokumentieren.

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Erste Bürgeraktion
"Neugestaltung Brauerei-Areal" am
Donnerstag, 2. Juli und Freitag, 3. Juli 2009

Zur ersten Bürgeraktion "Neugestaltung Brauerei-Areal" trafen sich Haigerlocher Bürger zu einem Rundgang am 2. Juli und zu einem moderierten Gedankenaustausch am 3. Juli.
Näheres hierzu können Sie in dieser Zusammenfassung nachlesen.

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Aus der Sondersitzung des Gemeinderats am 12. Februar 2009 zum
Thema „Schlossbrauereiareal“

Einziges Thema der Gemeinderatssitzung am 12.02.2009 war das Schlossbrauereiareal.

Bürgermeister Götz konnte zu dieser Sitzung über 60 interessierte Bürger aus Haigerloch und den Stadtteilen begrüßen.
Er erinnerte eingangs daran, dass die Schlossbrauerei 2003 Insolvenz anmelden musste und die Brautechnik nach Afrika verkauft wurde. Im April 2007 gelang es schließlich das Areal in das Landessanierungsprogramm aufzunehmen. Am 11.11.2008 habe es die Stadtverwaltung letztendlich geschafft, das gesamte frühere Firmengelände zu kaufen.

Ernst Manogg vom Sanierungsträger der Kommunalentwicklung GmbH erklärte, dass im Landessanierungsprogramm ein Förderrahmen von 1,5 Mio. €, davon 900.000 € als Landeszuschuss, zur Verfügung steht. Er erläuterte den Ablauf des Sanierungsverfahrens im Rahmen dessen auch private Erneuerungsmaßnahmen gefördert werden können. Dabei schlug er der Verwaltung vor, private Maßnahmen mit 20 %, maximal aber 25.000 € zu fördern.

Thomas Sippel und Michael Kunert von der Arbeitsgemeinschaft Netzwerk für Planung und Kommunikation und dem Büro Transurban erklärten zu Beginn ihres Vortrags, dass keine Lösungen aufgezeigt sondern der Stein in Wasser geworfen werden soll, um die Diskussionen anzuregen.
Herr Sippel erläuterte, dass durch die Auslobung einer Mehrfachbeauftragung der beste planerische Lösungsansatz gefunden werden soll, es dazu aber noch einer Richtungsentscheidung des Gemeinderats bedarf. Um einerseits die Ideen der Bürger zu berücksichtigen aber auch dem Gemeinderat diese Richtungsentscheidung zu erleichtern, sollen im Rahmen eines Bürgerworkshops verschiedene Lösungsansätze und Wünsch der Bürger ermittelt werden. Er erklärte die städtebaulichen Zusammenhänge von Unter- und Oberstadt und zeigte die durch die Doppelschleifen der Eyach entstandenen Achsen auf, bei der als Endpunkt der Oberstadt das Schlossbrauareal stehe. Dieses Gelände sei auch von oben ein extrem einsehbarer Punkt. Herr Sippel machte deutlich, dass es sich bei dem Areal um ein sehr wichtiges Gebiet mit zentraler Funktion für die Gesamtstadt handelt.
Michael Kunert stellte dem Gemeinderat und den anwesenden Bürgern anhand von Fotomontagen verschiedene Lösungsansätze vor, die keinerlei verbindlichen Charakter haben, aber die Diskussionen anregen sollen. So nannte er als mögliche Lösungen die Wohnnutzung, öffentliche Einrichtungen, den Einzelhandel, die Gastronomie, den Bereich Tourismus, Freizeit und Erlebnis, die Parkierungsmöglichkeit sowie die Schaffung von Freiraum. Zu allen möglichen Bereichen führte Herr Kunert die Vor- und Nachteile und Risiken an.

An dieser Stelle wird auch auf die Veröffentlichung des Vortrags mit den Fotomontagen hingewiesen.
(-> hier herunterladen)

In der anschließenden Diskussion, in die auch die Bürger einbezogen wurden, erklärten mehrere Gemeinderäte, dass es ihr Wunsch sei, das Brauereiareal so schnell wie möglich abzureisen. Gleichzeitig solle aber auch wie von Bürgermeister Götz angeregt, ein Bürgerworkshop stattfinden, um die Bürger möglichst früh und intensiv in das Finden von Ansätzen und Lösungen einzubeziehen.
Bürgermeister Götz erklärte, er habe bereits viele schriftliche Ideen von Bürgern erhalten, was ihn sehr freue. Dadurch könne man sehen, wie wichtig den Haigerlochern aber auch den Bürgern aus den Ortsteilen dieses Areal sei. Er freue sich auch auf die Ergebnisse des Workshops, da die Bürger sicherlich viele tolle Ideen einbringen.

Magdalena Jabri schlug vor, mehrere verschiedene Nutzungen, möglichst für alle Bevölkerungsschichten, zu verbinden und z.B. einen Indoorspielplatz, die Bücherei und eine Kaffeebar zu realisieren.

Martin Pfeffer bemerkte, dass er sich auf Grund des Schattenwurfs in diesem Gebiet, eine Wohnbebauung eher nicht vorstellen könne. Als früherer Mitarbeiter der Schlossbrauerei habe er das Areal als sehr schattig in Erinnerung.

Stadtführerin Elisa Schroth erzählte, dass sie von den Touristen immer wieder höre, wie schön es doch wäre, wenn man in einem Lokal an der Eyach draußen in der Natur sitzen könnte.

Zum Schluss der Sitzung erklärte Bürgermeister Götz, dass nun im nächsten Schritt zu dem Bürgerworkshop eingeladen und mit der Kommunalentwicklung und dem Gemeinderat über einen schnellen Abbruch gesprochen werde.
Er bedankte sich vor allem bei den Bürgern und lud im Anschluss an die Sitzung zu einem kleinen Imbiss und offenen Gesprächen ein.